Krebsvorsorge

Brustultraschall

Der Ultraschall ergänzt Tastuntersuchung und Mammographie — besonders wertvoll bei dichtem Drüsengewebe. Hier steht ehrlich, was er leistet, was nicht, und wann du ihn brauchst.

ca. 10–15 Min.
Dauer
keine
Strahlung
Kassenleistung
Bei Tastbefund
Wahlleistung
Als Vorsorge

Was der Ultraschall kann — und was nicht

Ultraschall unterscheidet zuverlässig zwischen flüssigkeitsgefüllten Zysten (fast immer harmlos) und soliden Knoten, und er sieht auch in dichtem Drüsengewebe, wo die Mammographie an Grenzen stößt — typisch bei jüngeren Frauen. Er ist strahlungsfrei und beliebig wiederholbar.

Ehrlich ist aber auch: Er ersetzt das Mammographie-Screening nicht. Mikrokalk — ein Frühzeichen bestimmter Karzinome — sieht nur die Mammographie zuverlässig. Die beiden Verfahren konkurrieren nicht, sie ergänzen sich.

Wann Kasse, wann Wahlleistung

  • Kassenleistung: bei jedem Tastbefund, bei Beschwerden, zur Abklärung — immer, wenn ein medizinischer Anlass besteht
  • Wahlleistung: als reine Vorsorge ohne Befund; Teil unserer ERWEITERT- und RUNDUM-Pakete
  • Screening-Programm: Mammographie alle zwei Jahre, Einladung zwischen 50 und 75, aktive Anmeldung ab 45 möglich — läuft parallel und unabhängig

Ob der Vorsorge-Ultraschall für dich sinnvoll ist, hängt vor allem von der Gewebedichte und deinem Risikoprofil ab — das sagen wir dir nach der ersten Untersuchung konkret, nicht pauschal.

Bei familiärer Belastung

Gab es Brust- oder Eierstockkrebs in deiner Familie, gehen wir deine Familiengeschichte strukturiert durch. Bei erhöhtem Risiko gibt es intensivierte Früherkennungsprogramme (inkl. MRT) über spezialisierte Zentren — wir prüfen die Kriterien und bahnen den Weg, statt einfach nur häufiger zu schallen.

Häufige Fragen zum Brustultraschall

Ich habe etwas getastet — zahlt die Kasse den Ultraschall?

Ja. Ein Tastbefund ist ein medizinischer Anlass, die Abklärung inklusive Ultraschall ist Kassenleistung. Und: Das ist ein Akuttermin, kein Vorsorgetermin — melde dich direkt.

Wie oft ist der Vorsorge-Ultraschall sinnvoll?

Bei unauffälligem Vorbefund und normalem Risiko: jährlich im Rahmen der Vorsorge. Häufiger bringt ohne Anlass keinen Zusatznutzen — das sagen wir dir auch, wenn du öfter kommen wolltest.

Tut die Untersuchung weh?

Nein. Gel auf die Haut, Schallkopf, wenige Minuten pro Seite. Kein Druck wie bei der Mammographie, keine Strahlung.

Ultraschall statt Mammographie — geht das?

Als Ersatz: nein, wegen des Mikrokalks. Als Ergänzung: unbedingt, vor allem bei dichtem Gewebe. Wer aus Angst vor der Mammographie nur schallen lässt, tauscht kurzfristigen Komfort gegen ein diagnostisches Loch.

Deine Frage nicht dabei?Schreib uns — direkt und sicher über die Onlinerezeption.

Frage stellen

Unsicher, was für dich sinnvoll ist?

Wir schauen auf dein Gewebe und dein Risiko — und sagen dir dann konkret, was du brauchst und was nicht.

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