Spezialsprechstunde · Myome & Blutungsstörungen

Myome & Blutungen.

Blutungen, die zu stark, zu lang oder zu unvorhersehbar sind, ziehen Energie aus dem Alltag — und dahinter stecken oft gut behandelbare Ursachen: Myome, Polypen, hormonelle Dysbalancen. Wir klären per Ultraschall und Anamnese, was bei dir los ist, und gehen alle Wege durch: von Abwarten mit Plan über Medikamente und Spirale bis zu organerhaltenden Verfahren.

Beratungsgespräch in unserer Praxis
Patientin

Meine Periode ist sehr stark — ab wann ist das zu viel?

Unsere Ärztin

Wenn du dich danach richtest, ist es zu viel. Wir prüfen Myome, Schilddrüse und deinen Eisenspeicher

Patientin

Muss die Gebärmutter raus?

Unsere Ärztin

Fast nie zuerst. Es gibt medikamentöse und organerhaltende Wege — wir zeigen dir alle

~70 %
Frauen · entwickeln bis 50 Myome

Die meisten Myome machen nie Beschwerden — behandelt wird nur, was stört.

Quelle: Baird et al., Am J Obstet Gynecol 2003
Nr. 1
häufigster gutartiger Tumor · der Frau

Myome sind fast immer gutartig. Entscheidend sind Lage, Größe und Symptome — nicht der Befund allein.

Eisen
der unterschätzte Faktor

Starke Blutungen führen oft zu Eisenmangel und Erschöpfung. Wir messen mit — Müdigkeit ist ein Symptom, kein Schicksal.

Forschung aktuell

Starke Myom-Blutungen: eine Tablette statt OP

Mit Relugolix-Kombitherapie (Ryeqo®) steht eine orale Behandlung für starke myombedingte Blutungen zur Verfügung. In den Zulassungsstudien LIBERTY 1 und 2 erreichten rund 73 % bzw. 71 % der Frauen eine deutliche Blutungsreduktion — die Patientinnen bluteten im Schnitt etwa 84 % weniger. Durch die enthaltene Zusatztherapie blieb die Knochendichte über bis zu zwei Jahre stabil.

Was das für dich heißt: Nicht jedes Myom muss operiert werden. Bei starken Blutungen gibt es eine wirksame medikamentöse Option — wir besprechen, ob sie zu deiner Situation und Lebensplanung passt.
Weniger Blutung unter Therapie
LIBERTY-Studien, nach 24 Wochen
~84 % weniger Blutverlust
Beratung Empfang Praxisflur
Passt das zu mir?

Für wen?

  • ·Sehr starke oder verlängerte Blutungen
  • ·Zwischenblutungen
  • ·Bekannte Myome mit Beschwerden
  • ·Druckgefühl im Unterbauch
  • ·Erschöpfung oder Blutarmut bei starker Periode
Ablauf

So läuft es ab

1
Ersttermin · 30 Min.

Anamnese und Vaginal-Ultraschall; bei Bedarf Blutbild und Eisenstatus.

2
Labor · nach Bedarf

Alle Optionen auf den Tisch: beobachten, medikamentös, Hormonspirale, organerhaltende Verfahren.

3
Folgetermin · 15 Min.

Befundbesprechung und dein Plan — schriftlich, verständlich, umsetzbar.

Konditionen wie in der Hormonsprechstunde — alle Details dort.

Häufige Fragen

Was du wissen solltest.

Muss ein Myom entfernt werden?

Nein. Behandelt wird nach Beschwerden, nicht nach Befund. Viele Myome brauchen nur Verlaufskontrolle — und wenn etwas getan werden soll, prüfen wir organerhaltende Wege zuerst.

Welche Optionen gibt es außer einer OP?

Medikamentöse Therapie, Hormonspirale, kontrolliertes Abwarten mit festen Kontrollterminen. Eine OP ist eine Option von mehreren — nicht der Automatismus.

Ab wann ist eine Blutung „zu stark“?

Wenn du dich nach ihr richten musst: Wechselintervalle unter zwei Stunden, nächtliches Wechseln, große Koagel, Erschöpfung. Dann bitte abklären lassen.

Können Myome von selbst wieder schrumpfen?

Ja — Myome sind östrogenabhängig und bilden sich nach den Wechseljahren oft zurück. Deshalb ist bei Beschwerdefreiheit und Nähe zur Menopause kontrolliertes Abwarten häufig die beste Strategie.

Beeinflussen Myome eine Schwangerschaft?

Das hängt von Lage und Größe ab: Myome in der Gebärmutterhöhle können die Einnistung stören, Myome in der Wand sind oft unproblematisch. Bei Kinderwunsch schauen wir gezielt hin und besprechen, ob vor einer Schwangerschaft gehandelt werden sollte.

Ich habe ständig Zwischenblutungen — was steckt dahinter?

Die Palette reicht von harmlos (hormonelle Schwankung, Verhütung) bis abklärungsbedürftig (Polypen, Myome, Schleimhautveränderungen). Die Reihenfolge ist immer: erst Ultraschall und gegebenenfalls Abstrich, dann Therapie — nicht umgekehrt.

Eisenmangel durch starke Blutung — was tun?

Beides behandeln: die Blutung verringern (hormonell oder mechanisch, je nach Ursache) und den Eisenspeicher auffüllen — per Tabletten oder, wenn die nicht vertragen werden, per Infusion. Nur Eisen zu geben, ohne die Blutung anzugehen, ist Fassbefüllen mit offenem Hahn.

Deine Frage nicht dabei?Schreib uns — direkt und sicher über die Onlinerezeption. Wir antworten werktags meist am selben Tag.

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