Junge Patientinnen · 12–18 Jahre

Erster Termin bei der Frauenärztin.

Für junge Frauen, Mütter und Väter: ein Self-Check mit sechs Fragen — wann ist der erste Termin sinnvoll?

Der erste Frauenärztin-Termin ist nicht plötzlich „da". Bei manchen kommt er mit 13, weil die Periode Probleme macht. Bei anderen mit 17 vor der ersten Beziehung. Bei wieder anderen mit 19, wenn die HPV-Impfung nachgeholt werden soll. Es gibt kein „zu früh" oder „zu spät" — nur das richtige Timing für jede individuelle Situation.

Wir nehmen uns Zeit für den Erstkontakt. Kein Druck, keine Pflicht-Untersuchung. Beim ersten Termin gehts ums Kennenlernen, Fragen klären, eventuell Tastuntersuchung oder Ultraschall — alles freiwillig, alles im eigenen Tempo. Eine Begleitperson (Mutter, Schwester, Freundin) ist willkommen, kein Muss.

Der Self-Check unten gibt eine erste Orientierung. Bei konkreten Beschwerden, Verhütungsfragen oder wenn die Tochter selbst Themen ansprechen will: direkt anrufen — wir finden einen passenden Termin.

Was wir anbieten

Drei Schwerpunkte für junge Patientinnen.

Erstgespräch — Kennenlernen ohne Untersuchung

Wir reden — über den Körper, die Periode, was gerade Thema ist. Wenn nichts Akutes ansteht, muss bei diesem ersten Termin gar nichts untersucht werden. Die Patientin entscheidet das Tempo.

HPV-Impfung — bis 18 von der Kasse bezahlt

Die HPV-Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs und ist bis zum 18. Geburtstag eine Kassenleistung. Wir impfen direkt in der Praxis, kein extra Termin nötig. Aufklärungsbogen ausfüllen kann schon vorab passieren.

Verhütungsberatung — wenn das Thema kommt

Pille, Pillenfragebogen, Spirale, hormonfrei — wir kennen alle Optionen und beraten ehrlich, nicht nach Schema F. Verhütung & Spirale für Details.

Häufige Fragen

Was Eltern und junge Frauen oft fragen.

Ab welchem Alter sollte meine Tochter zur Frauenärztin?

Klassischerweise zwischen 14 und 17 Jahren für ein erstes Kennenlernen — aber das ist keine harte Regel. Bei starken Periodenschmerzen, sehr unregelmäßigem Zyklus, vor sexueller Aktivität oder für die HPV-Impfung kann es auch früher Sinn machen. Bei keinerlei Beschwerden ist auch mit 18 noch alles im Rahmen.

Muss beim ersten Termin schon untersucht werden?

Nein. Der Erstkontakt kann reines Gespräch sein. Wir reden, klären Fragen, schauen vielleicht den Bauch beim Tastuntersuchung — eine vaginale Untersuchung ist beim Ersttermin fast nie nötig. Falls doch indiziert (z.B. Verdacht auf Zyste), erklären wir alles vorher und entscheiden gemeinsam.

Darf eine Begleitperson mit ins Sprechzimmer?

Ja, sehr gerne. Mutter, Vater, ältere Schwester, Freundin — wer Sicherheit gibt, ist willkommen. Spätestens beim zweiten oder dritten Termin entscheiden viele Patientinnen, lieber alleine zu kommen. Beides ist OK.

Was bei sehr starken Periodenschmerzen?

Direkt anrufen. „Schule schwänzen wegen Bauchschmerzen" ist kein normaler Zustand — wir schauen Ursachen an: Endometriose, hormonelle Imbalance, Zysten. Frühe Diagnose ist hier wichtig. Ein Termin innerhalb von 2 Wochen ist meist machbar.

Was kostet der Erstkontakt?

Bei gesetzlicher Krankenkasse: kostenlos, mit der Versichertenkarte. Bei Privatpatientinnen läuft es über die Privat-Abrechnung — kein Selbstzahler-Modell für Erstkontakt nötig. Genaueres bei der Terminvereinbarung.

Sind die Gespräche vertraulich, auch gegenüber den Eltern?

Ja, das ärztliche Schweigerecht gilt auch gegenüber Eltern — bei medizinischer Einsichtsfähigkeit der Patientin (in der Regel ab 14–16 Jahren). Das heißt: was die Patientin in Ruhe besprechen will, bleibt zwischen uns. Eltern werden informiert, wenn es um sehr ernste Themen geht — das erklären wir vorher klar.

Erstgespräch vereinbaren.

Online buchen oder anrufen — wir nehmen uns Zeit, niemand wird gehetzt.

Organisation

Bereit für den nächsten Schritt?

Anamnesebogen vorab ausfüllen, Termin anfragen, Praxisteam kennenlernen.