Wechseljahre

Wechseljahre — wann sollte ich zum Frauenarzt?

25. Mai 2026 · Praxismanagement

Wech­sel­jah­re begin­nen nicht erst mit der letz­ten Peri­ode. Die hor­mo­nel­le Umbruch­pha­se — die Peri­me­no­pau­se — kann schon Mit­te 40 ein­set­zen und 5–10 Jah­re dau­ern. Wann lohnt sich der Termin?

Die drei Phasen der Wechseljahre

1. Perimenopause (40–55 Jahre)

Die hor­mo­nel­le Umbruch­pha­se. Die Eier­stö­cke pro­du­zie­ren weni­ger und unre­gel­mä­ßi­ger Hor­mo­ne. Der Zyklus ver­än­dert sich, Beschwer­den tre­ten auf — oft schlei­chend, oft jah­re­lang nicht erkannt. Dau­ert 5–10 Jah­re.

2. Menopause (durchschnittlich 51 Jahre)

Die letz­te Mens­trua­ti­on. Wird rück­bli­ckend defi­niert: 12 Mona­te ohne Peri­ode = Meno­pau­se. Davor ist Peri­me­no­pau­se, danach Postmenopause.

3. Postmenopause (ab 50+)

Die Zeit nach der letz­ten Peri­ode — etwa ein Drit­tel des Frau­en­le­bens. Hor­mo­nell sta­bi­li­siert sich vie­les, aber ande­re The­men wer­den wich­tig: Kno­chen, Becken­bo­den, Herz-Kreislauf.

Typische Wechseljahres-Symptome

  • Hit­ze­wal­lun­gen und Schweiß­aus­brü­che (klas­sisch, aber nicht bei allen)
  • Schlaf­stö­run­gen (oft das ers­te Symptom)
  • Stim­mungs­schwan­kun­gen, Reiz­bar­keit, depres­si­ve Phasen
  • Brain-Fog — Kon­zen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten, Wortfindungsstörungen
  • Zyklus-Unre­gel­mä­ßig­kei­ten — kür­zer, län­ger, stär­ker, schwächer
  • Libi­do­ver­lust und Schmer­zen beim Geschlechtsverkehr
  • Gelenk­schmer­zen (oft unterschätzt)
  • Gewichts­zu­nah­me — beson­ders im Bauchbereich
  • Tro­cke­ne Schleim­häu­te — vagi­nal, Augen, Mund
  • Haar­aus­fall und brü­chi­ge Nägel

Nicht alle Frau­en haben alle Sym­pto­me. Man­che haben sehr star­ke Beschwer­den, ande­re kaum wel­che. Bei­des ist normal.

Wann lohnt sich der Termin?

Sofort, wenn:

  • Beschwer­den Ihren All­tag einschränken
  • Schlaf seit Mona­ten gestört ist
  • Stim­mung dau­er­haft schlecht ist
  • Sexua­li­tät nicht mehr funktioniert
  • Sie sich nicht mehr wie Sie selbst fühlen

Vorausschauend, wenn:

  • Fami­li­en­ge­schich­te mit frü­hen Wech­sel­jah­ren oder Osteoporose
  • Zyklus sich ver­än­dert (kür­zer, län­ger, stärker)
  • Sie wis­sen wol­len, wo Sie hor­mo­nell stehen

Nicht zwingend nötig, wenn:

  • Sie kei­ne Beschwer­den haben
  • Sie mit den Sym­pto­men gut zurechtkommen
  • Sie kei­nen Wunsch nach Hor­mon­the­ra­pie haben

Die Wech­sel­jah­re sind kei­ne Krank­heit, son­dern eine Lebens­pha­se. Sie müs­sen nicht behan­delt wer­den — aber Sie dür­fen Hil­fe anneh­men, wenn Sie sie wollen.

Was die Hormonsprechstunde anbietet

Bei Dr. Mari­on Hans­berg-Otte gibt es die Spe­zi­al­sprech­stun­de Hor­mo­ne. 45–60 Minu­ten Zeit für Ana­mne­se, Ultra­schall, Labor-Emp­feh­lung und indi­vi­du­el­le The­ra­pie. Mit Schwer­punkt auf bio­iden­ti­scher Hor­mon­the­ra­pie, kom­bi­niert mit pflanz­li­chen Wirk­stof­fen, Nah­rungs­er­gän­zung und Lebensstil-Beratung.

Kos­ten: 250 € Erst­ge­spräch + ca. 100 € Labor.

Was Sie selbst tun können

Auch ohne Hor­mon­the­ra­pie hilft viel:

  • Kraft­trai­ning 2–3× pro Woche (Mus­kel und Knochen)
  • Eiweiß-Auf­nah­me erhö­hen (1,2–1,6 g pro kg Körpergewicht)
  • Schlaf prio­ri­sie­ren — fes­te Schla­fens­zei­ten, küh­les Schlafzimmer
  • Alko­hol redu­zie­ren (ver­stärkt Hitzewallungen)
  • Stress-Manage­ment — Yoga, Medi­ta­ti­on, Therapie
  • Sozia­le Ver­bin­dung — Frau­en-Netz­wer­ke, Gespräche

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Hor­mon­sprech­stun­de online buch­bar über arzt-direkt.de oder bei unse­rer Spe­zi­al-Web­site gynaekologis.ch.

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