Ihr weiblicher Lebenszyklus.

Vom Teenager-Alter bis weit in die Reife — wir begleiten Sie mit den passenden Sprechstunden, Themen und FAQ in jeder Phase.

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12–18 Jahre · Teenager

Erste Sprechstunde, erste Periode

Die erste Vorstellung beim Frauenarzt — ohne Druck, ohne Angst. Wir nehmen uns Zeit für Aufklärung, Zyklus, HPV-Impfung und einen sanften Einstieg.

Häufige Fragen zur Phase „Teenager"

Was passiert beim ersten Frauenarzt-Termin?

Beim ersten Mal gibt es keine Untersuchung, wenn die Patientin das nicht möchte. Wir besprechen Zyklus, Verhütungs-Fragen, ggf. HPV-Impfung. Bei Beschwerden oder Wunsch der Patientin: Ultraschall (Bauchdecke, nicht vaginal). Eltern können dabei sein oder draußen warten — die Patientin entscheidet.

Ab welchem Alter sollte man zum Frauenarzt?

Es gibt keine feste Regel — meistens zwischen 14 und 17. Ein guter Anlass: erste Periode da, Fragen zur Verhütung, Probleme mit dem Zyklus oder einfach „mal kennenlernen". Auch ohne Beschwerden ist es sinnvoll, schon mal vorzustellen.

Wird auf jeden Fall untersucht?

Nein. Bei der Erst-Vorstellung wird in der Regel nicht vaginal untersucht. Wenn doch eine Untersuchung sinnvoll ist (z.B. wegen Beschwerden), sprechen wir das vorher in Ruhe ab.

HPV-Impfung — sinnvoll oder nicht?

Sehr sinnvoll — ab 9 Jahren möglich, bis 14 Jahre als Kassenleistung mit zwei Impfungen, ab 15 mit drei. Schützt vor Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebsarten. Wir beraten ausführlich.

Bekommen meine Eltern Bescheid?

Ab dem 14. Lebensjahr unterliegt das Gespräch der ärztlichen Schweigepflicht — wir berichten Eltern nichts gegen den Willen der Patientin. Bei minderjährigen Patientinnen unter 14 ist eine Begleitperson nötig.

15–45 Jahre · Verhütung

Die richtige Verhütung finden

Pille, Spirale (Kupfer oder hormonell), Kondom, Diaphragma, Natürliche Familienplanung — wir beraten zu allen Methoden ehrlich und individuell. Bei Veränderungen im Leben passen wir an.

Häufige Fragen zur Phase „Verhütung"

Welche Verhütung passt zu mir?

Das hängt von vielen Faktoren ab: Alter, Gesundheit, Familienplanung, Partnerschaft, Lebensstil. Wir machen mit Ihnen einen Vergleich aller Methoden mit Vor- und Nachteilen — keine fertigen Antworten, sondern echte Beratung.

Spirale oder Pille — was ist besser?

Beides hat Vor- und Nachteile. Pille: einfach reversibel, viele Marken-Optionen, tägliche Disziplin nötig, Östrogen-Risiken. Spirale: 3–10 Jahre Wirkung, kein „Vergessen", Einlage einmalig unangenehm, Kupfer ohne Hormone. Wir vergleichen mit Ihnen.

Hormonspirale oder Kupferspirale?

Hormonspirale (ab 400 €): macht Periode meist schwächer, manchmal verschwindet sie, wirkt 5–8 Jahre. Kupferspirale (ab 190 €): keine Hormone, Periode oft stärker, 5–10 Jahre. Hormonspirale ist beliebter bei Frauen mit starker Periode.

Wie sicher ist die Spirale?

Pearl-Index unter 0,5 — sicherer als die Pille. Lagekontrolle empfohlen alle 6–12 Monate, das machen wir mit Ultraschall.

Was ist mit der „Pille danach"?

Notfall-Verhütung — rezeptfrei in jeder Apotheke. Wirkt am besten in den ersten 24 Stunden, bis 72/120 Stunden möglich. Ersetzt keine reguläre Verhütung. Bei häufigem Bedarf: Verhütung überdenken.

Verhütung in den Wechseljahren — wie lange noch?

Solange noch geblutet wird, kann theoretisch eine Schwangerschaft entstehen. Faustregel: bis 12 Monate nach der letzten Periode (bei über 50), bis 24 Monate (unter 50). In dieser Phase oft Kupferspirale oder Kondom — Hormone werden meist hinterfragt.

25–45 Jahre · Kinderwunsch

Kinderwunsch & Fruchtbarkeit

Erstberatung zu Zyklus, Fruchtbarkeit und sinnvollen Untersuchungen — bevor Sie sich Sorgen machen müssen. Bei Bedarf Überweisung an spezialisierte Praxen.

Häufige Fragen zur Phase „Kinderwunsch"

Wann sollte ich zur Kinderwunsch-Beratung kommen?

Unter 35: nach ca. 12 Monaten erfolgloser Versuche. Ab 35: bereits nach 6 Monaten. Bei Zyklus-Unregelmäßigkeiten oder bekannten Risikofaktoren: jederzeit auch früher.

Was kostet die Kinderwunsch-Beratung?

Erstberatung 150 € (45 Min., Anamnese, Vaginal-Ultraschall, Empfehlung). Plus ggf. 80–150 € Labor für Hormonwerte. Insgesamt 230–300 € für das gesamte Erstpaket. Private Kassen erstatten meist.

Was passiert in der Erstberatung?

Wir nehmen uns Zeit für: Zyklus-Anamnese, Lebensstil-Faktoren, Vorgeschichte, Vaginal-Ultraschall (Eierstöcke, Gebärmutter), Labor-Empfehlung. Bei Bedarf Überweisung an Kinderwunsch-Klinik in Konstanz oder Singen.

Wann ist mein Zyklus „fruchtbar"?

5 Tage vor + 1 Tag nach dem Eisprung — also etwa Zyklustag 10–17 bei 28-Tage-Zyklus. Wir erklären, wie Sie Ihren persönlichen Zyklus tracken können (Temperatur, Zervixschleim, Apps).

Sollte ich AMH messen lassen?

Nicht pauschal. AMH („Anti-Müller-Hormon") sagt etwas über die Eizellreserve, aber wenig über die tatsächliche Fruchtbarkeit. Bei konkreten Fragen sinnvoll: über 35, lange Wartezeit, vor IVF-Entscheidung. Wir besprechen mit Ihnen, was bei Ihnen wirklich helfen würde.

25–45 Jahre · Schwangerschaft

Schwangerschaft begleiten

Vorsorge nach Mutterpass plus ergänzende Ultraschall-Kontrollen. Eng abgestimmt mit Hebamme Anna Giraldi im Haus — Sie sehen sie bei Vorsorgen und können sich frühzeitig kennenlernen.

Häufige Fragen zur Phase „Schwangerschaft"

Was übernimmt die Kasse?

Die Mutterpass-Vorsorgen alle 4 Wochen (bis 32. SSW), dann alle 2 Wochen. Drei Standard-Ultraschalle (9.–12., 19.–22., 29.–32. SSW). Plus Labor, Blutdruck, Urin etc.

Was kostet das Komplettpaket Schwangerschaft+?

250 € für die gesamte Schwangerschaft — beinhaltet alle ergänzenden Ultraschalle (über die 3 Kassen-Ultraschalle hinaus), Beratungsgespräche, Pränataldiagnostik-Hinweise. Lohnt sich ab dem 5. zusätzlichen Ultraschall.

Wann der erste Termin?

5.–8. SSW — Bestätigung der Schwangerschaft, Lage (intrauterin?), Vitalitätskontrolle, Mutterpass anlegen. Bei privaten Patientinnen oft schon ab Test-positiv.

Gibt es eine Hebamme bei Ihnen?

Ja — Anna Giraldi ist unsere Hebamme im Haus. Sie sehen sie bei den Vorsorgen, können sich kennenlernen und schon früh Wochenbett, Stillberatung etc. anfragen.

Welche Pränataldiagnostik macht Sinn?

Ersttrimester-Screening (12.–14. SSW) und NIPT (Blut-Test ab 10. SSW) sind die häufigsten. Beides ist freiwillig und kostet meist Geld. Wir beraten ergebnisoffen und vermitteln bei Bedarf an Spezialist:innen.

Ab 20 Jahre · Krebsvorsorge

Brust-, Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs

Klassische Vorsorge mit Pap-Abstrich und Tastbefund. Erweitert mit Ultraschall (Brust + Vaginal) für mehr Sicherheit. Drei Wege je nach Wunsch und Budget.

Häufige Fragen zur Phase „Krebsvorsorge"

BASIS, ERWEITERT oder RUNDUM — was passt?

BASIS (0 €): Pflicht-Vorsorge, Pap + Tastbefund. ERWEITERT (ab 50 €): + ein Ultraschall (vaginal oder Brust). RUNDUM (120 €): beide Ultraschalle + Beratungsgespräch (45–60 Min.). Die meisten Frauen ab 35 wählen RUNDUM.

Wie oft sollte ich zur Vorsorge?

20–34 Jahre: jährlich Pap + Tastuntersuchung. Ab 35: alle 3 Jahre Pap + HPV-Test (durch GKV-Spargesetz 2026 angepasst). Brust-Ultraschall: jährlich empfohlen, vor allem bei dichtem Drüsengewebe.

Was ist der Unterschied zwischen Pap und HPV?

Pap-Abstrich: sieht veränderte Zellen am Gebärmutterhals (Zell-Niveau). HPV-Test: erkennt das Virus, das die Veränderungen verursacht — also früher. Beides zusammen ist Gold-Standard.

Brauche ich zusätzlich eine Mammographie?

Ab 50 Jahre: Kassen-Mammographie alle 2 Jahre (Screening-Programm). Davor: nur bei Risiko-Faktoren oder Beschwerden. Brust-Ultraschall bei uns ist ergänzend (bessere Aussage bei dichtem Drüsengewebe).

Was passiert bei einem auffälligen Befund?

Sofortige Wiederholung in 3–6 Monaten oder direkt weiterführende Diagnostik (Kolposkopie, Biopsie). Wir nehmen uns Zeit, das Ergebnis zu erklären — keine Panik, aber auch keine Verharmlosung. Bei Bedarf Überweisung an Klinik.

Eierstockkrebs — kann man den vorsorgen?

Schwierig. Es gibt kein etabliertes Screening. Vaginal-Ultraschall kann Hinweise geben (Zysten, Tumoren). Bei familiärer Belastung (BRCA): genetische Beratung. Wir beraten zu Ihrem persönlichen Risiko.

40–55 Jahre · Perimenopause

Hormonelle Umbruchphase

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Brain-Fog — der Körper schaltet um. Die Phase vor den eigentlichen Wechseljahren — oft jahrelang unerkannt.

Häufige Fragen zur Phase „Perimenopause"

Wann ist „Perimenopause"?

Etwa 5–10 Jahre vor der letzten Periode — also oft schon Mitte 40, manchmal früher. Die Hormone werden unregelmäßiger, der Zyklus verändert sich, Beschwerden treten auf.

Was sind typische Symptome?

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Brain-Fog, Libidoverlust, Zyklus-Unregelmäßigkeiten, Gelenkschmerzen, Gewichtszunahme, trockene Schleimhäute. Nicht alle haben alles, und nicht alles ist gleich stark.

Wann ist die Hormonsprechstunde sinnvoll?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht mehr stimmt — Schlaf, Stimmung, Energie, Zyklus. Lieber früh klären als jahrelang aushalten. Auch wenn der „Werte sind normal"-Befund Sie nicht beruhigt.

Brauche ich vorher Bluttests?

Nein — wir bestimmen gemeinsam in der Sprechstunde, welche Werte sinnvoll sind. Vorher zu testen wäre Stochern im Dunkeln. Online-Hormon-Selbsttests sind meist Geldverschwendung.

Sind bioidentische Hormone gefährlich?

Bei richtiger Indikation, in passender Form, nicht zu spät begonnen, überwiegen die Vorteile oft die Risiken. Östrogen + Progesteron individuell dosiert ist Gold-Standard. Wir besprechen Ihr persönliches Risiko-Nutzen-Profil ergebnisoffen.

Was kostet die Hormonsprechstunde?

Erstgespräch 250 € (45–60 Min.) plus Labor ca. 100 €. Mehr unter gynaekologis.ch. Private Kassen erstatten meist.

50+ Jahre · Postmenopause

Knochen, Beckenboden, Herz

Nach der letzten Periode: Osteoporose-Risiko, Beckenboden-Beschwerden, Senkungen, Harnwegsinfekte, Herz-Kreislauf-Vorsorge. Hier kann Hormontherapie und gezielte Prävention viel beitragen.

Häufige Fragen zur Phase „Postmenopause"

Was ändert sich nach der Menopause?

Knochenstoffwechsel verlangsamt (Osteoporose-Risiko steigt), Schleimhäute werden trockener (vaginal, Blase, Augen), Beckenboden schwächt, Herz-Kreislauf-Risiko steigt (Östrogen-Schutz fällt weg), Schlaf-Architektur verändert sich.

Sollte ich eine Knochendichte-Messung machen?

Ab ca. 65 Jahren empfohlen, früher bei Risikofaktoren (familiär, Untergewicht, lange Kortison-Einnahme, frühe Menopause, schlanke Statur). Wir besprechen Ihr persönliches Risiko und überweisen bei Bedarf.

Lokale Östrogen-Therapie — sinnvoll?

Sehr sinnvoll bei vaginaler Trockenheit, häufigen Harnwegsinfekten, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Niedrige Dosis, kaum systemische Wirkung — auch nach Brustkrebs in vielen Fällen vertretbar (individuelle Beratung).

Beckenboden — was kann ich tun?

Beckenboden-Physiotherapie (Rezept über uns möglich), spezifisches Training (Anleitung), bei stärkeren Senkungen Pessar-Anpassung oder Überweisung an spezialisierte Praxen.

Brauche ich noch Krebsvorsorge?

Ja, weiter. Mammographie alle 2 Jahre (Kasse 50–69, danach individuell). Pap/HPV-Test bei uns. Vaginal-Ultraschall bei Symptomen oder im RUNDUM-Paket.

Lebenslang · Akute Beschwerden

Harnwegsinfekte, Pilzinfekte & akute Themen

Brennen, Druck, häufiger Harndrang, Juckreiz — schnell behandeln, gut beraten. Auch außerhalb der regulären Termine erreichen Sie uns über Clara am Telefon.

Häufige Fragen zur Phase „Akute Beschwerden"

Harnwegsinfekt — wann zum Arzt?

Bei ersten Symptomen (Brennen, Druck, häufiger Drang) gerne früh — wir können Urin testen und gezielt behandeln. Bei Fieber, Flankenschmerzen, Schwangerschaft: dringend (kann zur Nierenbeckenentzündung werden).

Pilzinfekt — Apotheke oder Praxis?

Einmal: Selbsttherapie aus der Apotheke ist okay. Wiederholt (mehr als 2× im Jahr) oder unsicher: zu uns kommen — oft steckt etwas anderes dahinter (Bakterielle Vaginose, hormonelle Ursachen).

Akute Termine — wie schnell bekomme ich einen?

Bei wirklichen akuten Beschwerden versuchen wir, am selben oder nächsten Werktag zu termininieren. Clara am Telefon kann auch nachts einordnen — sie eskaliert in echten Notfällen.

Was ist ein echter Notfall?

Starke Blutung, starke Schmerzen, Fieber, Bewusstseinsstörung in der Schwangerschaft112 oder Klinikum Konstanz, Notaufnahme Frauenheilkunde. Nicht warten, nicht telefonieren — direkt los.

Wo immer Sie stehen.

Wir finden mit Ihnen die passende Sprechstunde — in jeder Lebensphase.

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