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GKV-Spargesetz 2026 — was es für die Krebsvorsorge bedeutet

25. Mai 2026 · Praxismanagement

Das GKV-Spar­ge­setz vom 29. April 2026 hat die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung zum Spa­ren gezwun­gen — auch bei der Krebs­vor­sor­ge. Wir erklä­ren, was sich für Pati­en­tin­nen geän­dert hat und wel­che Wege es jetzt gibt.

Was das GKV-Spargesetz vorschreibt

Im April 2026 hat der Bun­des­tag das GKV-Spar­ge­setz beschlos­sen. Es zwingt gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen zu Ein­spa­run­gen — unter ande­rem im Bereich Vor­sor­ge und Früh­erken­nung. Bei der Krebs­vor­sor­ge bedeu­tet das: weni­ger Leis­tun­gen sind als Kas­sen­leis­tung ver­pflich­tend.

Kon­kret heißt das: Was die Kas­se wei­ter bezahlt, ist der Pflicht­teil — und nur der:

  • Pap-Abstrich (zur Früh­erken­nung von Gebärmutterhalskrebs)
  • Tast­un­ter­su­chung der Brust
  • Tast­un­ter­su­chung des Unterleibs
  • Bera­tungs­ge­spräch zur Familienanamnese

Nicht mehr als Kas­sen­leis­tung enthalten:

  • Vagi­nal-Ultra­schall (Eier­stö­cke, Gebärmutter)
  • Brust-Ultra­schall
  • Erwei­ter­te Bera­tungs­ge­sprä­che zu Risi­ko­fak­to­ren oder Hormonen
  • HPV-Test als Rou­ti­ne­scree­ning unter 35 Jahren

Warum wir die BASIS-Vorsorge nur noch telefonisch vergeben

Die Kas­sen-Ver­gü­tung ist so nied­rig, dass wir mit unse­rem Pra­xis-Kon­zept (Zeit für die Frau, indi­vi­du­el­le Bera­tung) nicht alle Wün­sche zeit­gleich erfül­len kön­nen. Daher: die BASIS-Vor­sor­ge gibt es bei uns wei­ter — aber nicht online buch­bar, son­dern nur telefonisch.

Das bedeu­tet län­ge­re War­te­zei­ten auf einen BASIS-Ter­min. Gera­de wenn die letz­te Vor­sor­ge schon Jah­re her ist und Sie wie­der ein­stei­gen wol­len — bit­te pla­nen Sie das vor.

Drei Wege zur Vorsorge — Sie haben die Wahl

Wir bie­ten drei kla­re Wege, damit jede Frau die für sich pas­sen­de Vor­sor­ge bekommt:

BASIS — 0 € (Kassenleistung)

Pap-Abstrich, Tast­un­ter­su­chung, Bera­tungs­ge­spräch. Nur tele­fo­nisch buch­bar. War­te­zeit aktu­ell län­ger. Details →

ERWEITERT — ab 50 € (IGEL)

Kas­sen­leis­tung + ein Ultra­schall (Vagi­nal oder Brust, Sie wäh­len). Online buch­bar. Details →

RUNDUM — 120 € (Komplettpaket)

Kas­sen­leis­tung + bei­de Ultra­schal­le (Brust + Vagi­nal) + aus­führ­li­ches Bera­tungs­ge­spräch. 45–60 Minu­ten Zeit. Online buch­bar. Details →

Warum wir das offen kommunizieren

Ande­re Pra­xen tun so, als wäre alles wie frü­her — und schi­cken dann am Anmel­de­tre­sen die Rech­nung. Das ist nicht unser Stil. Wir sagen vor­her, was geht und was kos­tet. So kön­nen Sie entscheiden.

Wenn Ihnen die BASIS reicht: das ist völ­lig okay. Wenn Sie mehr Sicher­heit oder mehr Bera­tungs­zeit wol­len: dann ist ERWEITERT oder RUNDUM rich­tig. Es gibt kei­ne rich­ti­ge oder fal­sche Wahl.

Was Privatpatientinnen wissen sollten

Pri­va­te Kran­ken­kas­sen erstat­ten ERWEITERTE und RUND­UM-Vor­sor­ge in der Regel voll­stän­dig. Sie zah­len vor Ort, rei­chen die Rech­nung ein, bekom­men das Geld zurück. Mehr für Privatpatientinnen →

Wie wir politisch dazu stehen

Wir fin­den die Ent­wick­lung pro­ble­ma­tisch. Sie führt zu einer Zwei-Klas­sen-Medi­zin: wer es sich leis­ten kann, bekommt umfas­sen­de­re Vor­sor­ge. Wer es nicht kann, bekommt das Mini­mum. Dr. Mari­on Hans­berg-Otte enga­giert sich öffent­lich für eine bes­se­re Frau­en­ge­sund­heits-Poli­tik — auf Insta­gram, in Vor­trä­gen, im Gespräch mit Politiker:innen.

Als Pra­xis kön­nen wir das Sys­tem aber nicht ändern — wir kön­nen nur ehr­lich damit umgehen.

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