Vorsorge

Krebsvorsorge ab 50 — was sich für Frauen ändert

25. Mai 2026 · Praxismanagement

Mit 50 ändert sich die Krebs­vor­sor­ge bei Frau­en: Das Mam­mo­gra­phie-Scree­ning star­tet, Pap-Tests wer­den sel­te­ner, neue The­men wie Kno­chen­ge­sund­heit und Becken­bo­den wer­den wich­tig. Hier der Überblick.

Was sich konkret ändert

1. Mammographie-Screening (50–69 Jahre)

Ab dem 50. Geburts­tag bekom­men Sie auto­ma­tisch eine Ein­la­dung zum Mam­mo­gra­phie-Scree­ning Ihrer regio­na­len Scree­ning-Ein­heit. Alle 2 Jah­re, kos­ten­frei. Bis zum 69. Geburts­tag. Das Scree­ning senkt nach­weis­lich die Sterb­lich­keit an Brustkrebs.

Wich­tig: Das Scree­ning ist nicht Dia­gnos­tik. Wenn Sie Auf­fäl­lig­kei­ten ertas­ten, gehen Sie nicht zum Scree­ning, son­dern direkt zum Frauenarzt.

2. Pap-Test und HPV-Test (alle 3 Jahre)

Bis 34 Jah­re: jähr­lich Pap-Test. Ab 35 Jah­re: alle 3 Jah­re Pap + HPV-Test kom­bi­niert. Die­se Regel gilt auch jen­seits der 50 — bis ins hohe Alter sinn­voll, wenn Sie noch sexu­ell aktiv sind.

3. Knochengesundheit wird wichtig

In den ers­ten 5 Jah­ren nach der Meno­pau­se ver­lie­ren Frau­en bis zu 20 % ihrer Kno­chen­dich­te. Eine Kno­chen­dich­te-Mes­sung (DXA) ist ab 65 Jah­ren emp­foh­len — bei Risi­ko­fak­to­ren auch frü­her. Risi­ko­fak­to­ren: schlan­ker Kör­per­bau, frü­he Meno­pau­se, lan­ge Kor­ti­son-Ein­nah­me, fami­liä­re Belastung.

4. Herz-Kreislauf-Risiko steigt

Mit der Meno­pau­se fällt der Östro­gen-Schutz weg. Das Herz-Kreis­lauf-Risi­ko steigt bei Frau­en stei­ler als bei Män­nern. Cho­le­ste­rin, Blut­druck, Bauch­fett wer­den plötz­lich rele­vant. Las­sen Sie das jähr­lich beim Haus­arzt prüfen.

5. Beckenboden

Sen­kun­gen, leich­te Inkon­ti­nenz, häu­fi­ge Harn­wegs­in­fek­te — Becken­bo­den-The­men häu­fen sich. Loka­le Östro­gen-The­ra­pie (sehr nied­rig dosiert) kann viel ver­bes­sern. Becken­bo­den-Phy­sio­the­ra­pie eben­falls (Rezept über uns möglich).

Was Sie bei uns zusätzlich machen können

Über die Kas­sen­vor­sor­ge hin­aus bie­ten wir an:

  • Vagi­nal-Ultra­schall — sieht Eier­stö­cke, Gebär­mut­ter, Auffälligkeiten
  • Brust-Ultra­schall — ergän­zend zur Mam­mo­gra­phie, beson­ders bei dich­tem Drüsengewebe
  • Erwei­ter­te Bera­tung zu Hor­mo­nen, Becken­bo­den, Knochengesundheit

Das Kom­plett­pa­ket RUND­UM-Vor­sor­ge (120 €) bün­delt das alles.

Was Sie nicht brauchen

  • Tumor­mar­ker-Bestim­mun­gen (CA 125, CA 15–3 etc.) — als Rou­ti­ne­vor­sor­ge nicht sinn­voll. Ver­ur­sa­chen oft Fehlalarm.
  • MRT der Brust als Scree­ning — nur bei hohem Risi­ko (BRCA-Muta­ti­on, dich­te Brust nach Definition)
  • „Kom­plet­te Krebs­vor­sor­ge-Pake­te” aus dem Inter­net — meist Geldverschwendung

Familiäres Krebsrisiko

Wenn in Ihrer Fami­lie Brust­krebs oder Eier­stock­krebs vor dem 50. Lebens­jahr auf­ge­tre­ten ist, oder meh­re­re Ver­wand­te betrof­fen sind, soll­ten Sie eine gene­ti­sche Bera­tung erwä­gen. Bei nach­ge­wie­se­ner BRCA-Muta­ti­on gibt es spe­zi­el­le Vor­sor­ge-Pro­gram­me. Wir ver­mit­teln an gene­ti­sche Bera­tungs­stel­len am Kli­ni­kum Kon­stanz oder in Tübingen.

Lebenslauf-Begleitung

Krebs­vor­sor­ge ist nur ein Teil des­sen, was Frau­en ab 50 brau­chen. Kno­chen, Becken­bo­den, Herz-Kreis­lauf, Hor­mo­ne sind genau­so wich­tig. Unse­re Lon­ge­vi­ty-Sprech­stun­de denkt das zusammen.

Im RUND­UM-Vor­sor­ge-Ter­min haben wir Zeit für alle The­men, die Sie beschäftigen.

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