Hormonsprechstunde — die 10 häufigsten Fragen
25. Mai 2026 · Praxismanagement
Die Hormonsprechstunde bei Dr. Marion Hansberg-Otte ist eine unserer meistgefragten Sprechstunden — und gleichzeitig die mit den meisten Vorbehalten. Hier die 10 Fragen, die wir am häufigsten hören, und ehrliche Antworten.
1. Wann ist die Hormonsprechstunde sinnvoll?
Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht mehr stimmt. Schlaf wird schlechter. Stimmung schwankt. Energie und Libido lassen nach. Der Zyklus wird unregelmäßig. Gewicht steigt ohne Veränderung in Ernährung oder Bewegung. Sie fühlen sich „nicht mehr wie Sie selbst”.
Das kann schon mit Mitte 40 beginnen — die sogenannte Perimenopause. Sie ist die hormonelle Umbruchphase vor der eigentlichen Menopause und kann 5–10 Jahre dauern. Viele Frauen werden in dieser Phase mit Beschwerden allein gelassen, weil ihnen gesagt wurde: „Das ist normal in Ihrem Alter.”
2. Was passiert im Erstgespräch?
Das Erstgespräch dauert 45–60 Minuten. Es besteht aus:
- Ausführliche Anamnese (Beschwerden, Zyklus, Lebenssituation, Schlaf, Stress, Vorerkrankungen)
- Körperliche Untersuchung, falls nötig
- Vaginal-Ultraschall (Eierstöcke, Gebärmutter, Auffälligkeiten)
- Labor-Empfehlung — nur die Werte, die bei Ihnen wirklich Sinn ergeben
- Individuelle Therapie-Empfehlung
3. Brauche ich vorher Bluttests?
Nein. Wir bestimmen gemeinsam, welche Werte sinnvoll sind. Vorher zu testen wäre Stochern im Dunkeln. Online-Hormon-Selbsttests von Anbietern aus dem Internet kosten oft 200–300 € und liefern selten brauchbare Antworten — sie messen die falschen Werte zum falschen Zeitpunkt.
4. Was kostet die Hormonsprechstunde?
- Erstgespräch: 250 € (45–60 Min., GOÄ-Rechnung)
- Labor: ca. 100 € zusätzlich (über externes Labor)
- Folgetermine: ab 80 €, je nach Aufwand
Private Krankenkassen erstatten in der Regel vollständig. Gesetzliche Kassen erstatten nicht — die Hormonsprechstunde ist eine reine Privatleistung.
5. Sind bioidentische Hormone gefährlich?
Bei richtiger Indikation, in passender Form, nicht zu spät begonnen, überwiegen die Vorteile oft die Risiken. Die alten Studien zur Hormonersatztherapie (Women’s Health Initiative, 2002) haben viele Frauen verunsichert — die Erkenntnisse von damals gelten heute differenziert betrachtet nicht mehr pauschal. Bioidentische Hormone sind in ihrer Molekülstruktur identisch mit körpereigenen Hormonen und werden im Körper anders verarbeitet als synthetische Varianten.
Wir besprechen Ihr persönliches Risiko-Nutzen-Profil ergebnisoffen — und sagen auch, wenn Hormone für Sie nicht passen.
6. Werden alle 300 Laborwerte gemessen?
Nein. Wir bestellen gezielt die Werte, die bei Ihren Beschwerden sinnvoll sind — oft 5 bis 10. Eine Pauschaltestung „auf Verdacht” ist medizinisch unsinnig und teuer.
7. Bekomme ich am Ende immer eine Hormontherapie?
Nein. Wir empfehlen Hormone, wenn sie passen. Wir empfehlen auch pflanzliche Wirkstoffe, Nahrungsergänzung, Lebensstil-Anpassungen, Therapie oder weiterführende Diagnostik bei anderen Ärzt:innen, wenn das sinnvoller ist. Manchmal stellt sich heraus, dass die Beschwerden nicht hormonell sind — dann sagen wir das auch.
8. Ich war schon bei anderen Ärzt:innen — lohnt sich ein neuer Termin?
Wenn Sie das Gefühl haben, nicht ernst genommen worden zu sein, oder mit „Werte sind normal” abgespeist wurden, obwohl Sie sich schlecht fühlen — ja, dann lohnt es sich. Wir nehmen uns die Zeit für eine zweite Meinung und kombinieren klassische Leitlinienmedizin mit ergänzenden Methoden.
9. Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Erfahrungsgemäß 4–8 Wochen im Voraus. Online buchbar über arzt-direkt.de.
10. Was, wenn die Hormonsprechstunde nicht passt?
Wenn wir im Erstgespräch merken, dass Ihr Anliegen woanders besser aufgehoben ist — bei Endokrinolog:innen, Psychotherapeut:innen, Hausärzt:innen — sagen wir das ehrlich und vermitteln. Sie zahlen für das Gespräch, aber nicht für ein Hormonkonzept, das Ihnen nicht hilft.
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Die Hormonsprechstunde ist online buchbar. Mehr Details unter /angebote/hormonsprechstunde oder bei unserer Spezial-Website gynaekologis.ch.